Tag 9 habe ich mal ausgelassen,da wir nicht viel gemacht haben außer einen ruhigen Sonntag zu verbringen.
Weiter also mit Tag 10 :
Da Christine darüber nachdachte evtl. ein Auslandssemester zu machen, die LMU jedoch kein Austauschpartner der Unam ist, sind wir heute also zur Uni gefahren, um uns zu informieren. Vorallem auch,weil es Christines letzter Tag ist. Man mag vielleicht denken heee sie kann doch auf der Website nachschauen aber hahaa ..die Seite ist so unübersichtlich und enthält so viele Infos,dass man so gut wie nichts findet. Oder zumindest nicht das was man sucht oder was einen weiterbringen würde.
Waren dort auf dem Gelände und es ist wirklich rieeeesig. Es gibt eigene Uni-Busse,die übers Gelände fahren und selbst mit denen sind die Wege noch unheimlich lang. Es gibt sogar Stationen an denen man sich Fahrräder leihen kann um schneller über den Campus zu kommen, wo es sogar eigene Radwege gibt.
Am Campus angekommen haben wir uns durchgefragt bzw. wurden wir ein paar mal weiterverwiesen auf andere Ansprechpartner jedes mal war man sehr sehr freundlich zu uns und wir wurden nicht einfach so stehen gelassen sondern auch ein Stück begleitet. Letzten endes sind wir sogar bei einer Dame gelandet,die uns weiterhelfen konnte. Trotzdem waren wir lang unterwegs.
Nach 4 Stunden die wir unterwegs waren traten wir also den Rückweg an. Also zurück via Bus und via Metro.
In der Metro gabs dann nen kleinen Zwischenfall der mir wieder bewusst gemacht hat wie sehr sich Mexikaner und Deutsche unterscheiden.
Wir waren in der Metro ein paar Stationen vor Hidalgo,wo wir umsteigen mussten in eine andere Linie. Mir war sowieso schon nicht so gut,weil ich noch mit dem Wetterwechsel von Veraruz auf Mexiko-Stadt zu kämpfen, sowie Regelschmerzen hatte. Ich meinte noch zur Chrissi ich bekäme keine Luft und dass ich das Gefühl hätte ich müsste gleich brechen -dann gings ganz schnell .. mir wurde heiß und dann schwarz vor Augen.
Wäre die metro nicht so voll gewesen und hätten die Leute mich nicht festgehalten wäre ich glaub ich umgefallen - ich konnte einfach nimmer stehn. Chrissi hat mich dann halb rausgeschleift. Mitgeschnitten hab ich kaum mehr was, weil kein Bild und iwann hab ich auch nix mehr gehört ...
irgendwann, irgendwo in der metro station hörte ich nur das wort lolli und lagsam konnt ich wieder sehn. Um uns rum mehrere Leute,die alle helfen wollte .. dann kam auch schon ein Polizist und alle fragten obs mir wieder besser ginge ob sie helfen könnten.
Haha ich kam langsam wieder zu mir wollte nur weiter und meinte alles sei ok,was recht lächerlich war,weil ich immernoch kaum stehn konnte.
Die Leute von der Metro haben mich also erstmal in ein Zimmer gebracht mit Liege und Bank und mich dort hinsetzten lassen. Alle waren super hilfsbereit und nett. Man hat mir ne cola in die Hand gedrückt gesagt ich soll trinken und nen Kerl geholt der anschliessend meinen Blutdruck gemessen hat. Ich bin so viel Hilfsbereitschaft und Sorge nicht gewohnt und es war mir wahnsinnig peinlich.
Christine meinte schon in der Metro wären alle aufgestanden und hätten mir ihren Platz angeboten,weil ich nimmer stehn konnte. Ich hätte jedoch nicht mehr reagiert und mich nurnoch an die Stange zum festhalten gekrallt bis wir ausgestiegen sind. Und selbst dann hätten uns noch mind. 5 Leute begleiet und versucht zu helfen. Eine hat laut Chrissi ihren Lolli ausgepackt und mir hingehalten, ich hätte aber nur den Kopf geschüttelt. ..
In Deutschland ist es definitiv anders. Da hilft wenn überhaupt einer und wenn dann einer hilft kümmern sich die meisten andern auch nimmer drum.Ich bin also positiv überrascht von so viel Hilfsbereitschaft und Sorge und das von Fremden.









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