Donnerstag, 10. November 2011

Tag 32 - Basar, Apothekendrama und Starkregen

Manchmal möchte man sich Stress ersparen und plant im Vorraus. Umso frustrierender ist es ,wenn man sich den Stress des Vorrausplanens macht und im Nachinein aber nochmal den hat, den man eigentlich vermeiden wollte.
Wie mit meinem MPH. Mehrmals hatte ich meinen Doc gebetej, er möge mir doch bitte eine internationale Diagnose oder ein internationales Rezept, was auch immer, ausstellen. Immer hieß es : „Kein Problem machen wir“.  Der Tag der Abreise kam und mit der Post war immernoch nichts gekommen. Jetzt sitze ich hier also den letzten Monat.. weder mit MPH noch mit Rezept.
Nachdem ich meiner Enttäuschung in zahlreichen Gefühlsausbrüchen via Skype ,Luft gemacht hatte, wollte meine Mutter nochmal mit meinem Arzt reden .. Tja ..
Raus kam, dass es angeblich nichts Internationales gibt, also hat er meinen Eltern einfach mal das Rezept zugesendet.  Lustig, dass dieses nur 7 Tage in Deutschland gilt. Also wurde mir schnellstmöglich ein Scan per mail geschickt. Mit der Datei und der Beürchtung,dass es absolut unmöglich ist „sowas“ einzulösen, machte ich mich mit meiner Tante zunächst auf den Weg zu nem Copyshop, um besagten Scan auszudrucken.


Danach gings ab zum Basar, da mein Geburtstag immer näher rückt und ich mir zu diesem Anlass selber ein kleines Geschenk machen wollte, auch bevor es wieder warm wird. Auf meiner Wunschliste: L’Instant von Guerlain. Leider hatten sies nicht da, jedoch konnten wir es bestellen. Mal sehn was draus wird…
Nach fröhlichem Bummeln und nachdem ich meine Tante wieder gefunden hatte wollte ich nicht wirklich länger bleiben und es war Zeit zur Apotheke zu gehen.
Mein mieses Karma wollte wohl mal wieder, dass wir auf dem Weg vom Starkregen erwischt wurden und Patschnass in der Apotheke ankamen.
Und wie sollte es anders sein.. meine Befürchtungen bestätigten sich.
Ich hatte versucht der Apothekerin verständlich zu machen, was mein Problem ist und gleichzeitig heraus zu finden, was die geschickteste Art sei  das Problem in Zukunft zu lösen. Zur Ausgabe des Medikaments kam erwartungsgemäß nur ein NO WAY – sie bräuchten die original Unterschrift d.h. das Originalrezept. In Deutschland als BtMG-Rezept nur 7 Tage gültig, wäre es hier, da es dem hiesigen TYP2 entspricht, 30 Tage gültig. Vorm Verlassen der Apotheke nahm ich dem Chef noch das Versprechen ab, dass ich mein MPH mit dem Originalrezept auch tatsächlich abholen könnte. Trotz allem war ich entpäuscht und kam aus dem Strudel der miesen Gefühle einfach nicht raus. Hat mich irgendwie so getroffen, dass ich die nächste Stunde den Tränen nahe war.
Patschnass und enttäuscht, wie nochwas machten wir uns auf den heimweg.
Zuhause angekommen hatten wir eine kleine Verschnaufpause von ca. 1,5h zum Umziehen, Essen, Trinken danach gings  wieder raus in die Kälte, um zum Palacio de hierro zu fahren und obendrein Brenda abzuholen.

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